09.05.2013
Neulich auf der #rp13...

Die Suche nach dem "UberRecommender" geht weiter! Anfang Juni, nach meinem Urlaub ;-)
02.05.2013
Ausflug nach Mannheim: Future Music Camp 2013
Mindestens einmal im Jahr ist das prollig-charmante Mannheim eine Dienstreise wert. Nämlich immer dann, wenn Ryan Rauscher und die Popakademie Baden-Württemberg ihr alljährliches Future Music Camp ausrichten. Eines meiner persönlichen Highlights des #fmc2013 war die gut inszenierte Fallstudie von Spotify Deutschland und der Band "Wilhelm Tell Me", Thema: Artists, Streaming & Releasestrategien.
Darüber hinaus hat mir der gut recherchierte Vortrag von Andrea Leonelli über das ungewisse Schicksal persönlicher Playlists und Nutzerhistorien in den Walled Gardens der Cloudmusik einige unbequeme Denksanstöße gegeben. Andrea hat auch Teile seines aktuellen Branchen-Podcasts Digital Music Trends dem Future Music Camp gewidmet.

Foto: Matthias Kranz, Bassist von Wilhelm Tell Me und Marie Heimer, Label Relations Managerin von Spotify, erklären, wie sich die Erlösströme von Indie-Labels und -Bands durch das Musik-Streaming in den letzten Jahren verändert haben.
Auf dem re:publica-Panel "Music Recommendation - Future Casting" wird Marie Heimer übrigens gemeinsam mit mir die Möglichkeiten von Technologie-basierten Musikempfehlungen diskutieren.
20.03.2013
re:publica 13 - Die ersten 100 Sessions sind online
Und eine davon ist unsere: Musikempfehlung - Ein Blick in die Zukunft
Ist die Technologie-basierte Musik-Empfehlung eine Mission Impossible? Oder besteht noch für Hoffnung für die Gefangenen in der sozialen Filterblase? Wie könnte der UberRecommender der Zukunft aussehen? Woran wird derzeit geforscht? Welche innovativen Ansätze verfolgen die Musik-Streamer? In welchen weiteren Bereichen besteht noch Bedarf an „Uber“-Empfehlungstechnologie? Welche neuen Anwendungs- und Geschäftsmodelle verbergen sich hier?
Einen Blick in die Zukunft wagen:
Dr. Stephan Baumann (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI), Amélie Anglade (Music Information Retrieval Engineer, Soundcloud), Marie Heimer (Label Relations Manager, Spotify). Die Moderation übernehme ich.
Mehr Infos folgen!
11.03.2013
Neulich auf dem Cover der WIRED...
oder: die Momente, in denen ich genau weiss, warum dieser Job rockt.

(WIRED, deutsche Ausgabe 01/2013)
06.02.2013
Musikempfehlungen: Denn sie wissen nicht, was sie wollen
Musikstreaming hat sich neben Download und dem Verkauf von physischen Tonträgern als weiterer Verwertungszweig für Musik etabliert. Globale Player wie Spotify oder Deezer (beide übrigens europäische Unternehmen) liefern sich derzeit ein Rennen um die Streaming-Weltherrschaft. Börsengang oder glamouröser Exit scheinen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber ist Musik-Streaming wirklich schon ein massenmarkttaugliches Produkt?

(Foto: Flickr/Library of Congress, Public Domain)
Denn die Auswahl an Musik im Netz ist riesig. Doch viele Nutzer wünschen sich bessere Empfehlungsfunktionen. Das, so eine gängige These, ist die eigentliche Hürde, die dem Durchbruch von Streamingdiensten noch im Wege steht.
Ich habe gemeinsam mit Dr. Stephan Baumann vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz den aktuellen Entwicklungsstand von Empfehlungstechnologie und den zukünftigen Bedarf in einem Beitrag auf dem Tech-Blog Netzwertig.com beschrieben. Hier geht es zum vollständigen Artikel.
29.01.2013
#FollowFriday
In der Rubrik #FollowFriday des Branchen-Organs "PR Report" sprechen PR-Celebrities offen über ihre Twittersucht und die liebsten Twitteristi in ihrer Timeline.

Einer dieser anonymen Twitter-Addicts bin... ICH. Die vollständige Enthüllungsgeschichte gibt es zum Nachlesen auf PRReport.de.
03.12.2012
Neulich in der Musikwoche - "Musikfernsehen entwickelt sich zum mobilen Vertriebsweg"
"In Deutschland verstellt hingegen der fortdauernde Konflikt zwischen YouTube und GEMA den Blick auf jene Anbieter von Musikclips, die rechtlich einwandfrei operieren und schon längst im Internet die Rolle übernommen haben, die einst MTV im Fernsehen spielte."

Den vollständigen Artikel aus der Musikwoche mit Einschätzungen von mir gibt es hier als PDF.
21.11.2012
Musikfernsehen goes Fanzine
Da die Diskussion um den nahenden Tod des Musikfernsehens in Deutschland und dessen baldige Wiederauferstehung im Netz durch Angebote wie Tape.tv gerade wieder angeheizt wird, kam die Einladung zu folgender Veranstaltung gerade zur richtigen Zeit. Unter der etwas sperrigen Überschrift „Filters and Recommendation in Pop Culture: Do We Get the Playlists We Want?“ lud Zeit-Online gestern in ihre neuen Redaktionsräume in Berlin. Als Diskutanten traten der Hamburger Musikjournalist Christian Tjaben und Jason Forrest, Gründer von Network Awesome auf, Andrea Goetzke moderierte. Anhand des Angebots des deutsch-amerikanischen Video-Internetsenders sollte erörtert werden, was ein ein State-of-the-Art „Musikfernsehen“ redaktionell, strukturell und ökonomisch so können muss.

(v.l.n.r Jason Forrest, Andrea Goetzke, Christian Tjaben)
Nackte Kuration vs. MTV-Hochglanz
Bis vor Kurzem hat Network Awesome keine eigenen Shows produziert, sondern sich auf die rein redaktionelle Zusammenstellung von Video-Content aus dem Youtube-Archiv beschränkt – dies geschieht übrigens mit ausdrücklicher Zustimmung der Google-Tochter. So entstehen mehrere Sendungen pro Tag, darunter immer auch reine Musik-Beiträge. In den nächsten Wochen sollen laut Jason Forrest aber auch die ersten selbst produzierten Shows live gehen. Das musikalische Repertoire reicht von queerem Trash (Divine: Disco Drag Qqueen is Punk as Fuck) über historische Jazz-Aufnahmen (Live Music Show - Thelonious Monk 1966) bis zu Musik-Dokus (Doc Moog – Inventor of the Synthesizer). Anders gesagt, Network Awesome bedient ausschließlich die popkulturellen Nischen.

Der Keep-it-Simple-Ansatz geht aus meiner Sicht in die richtige Richtung. Im Vordergrund steht die kuratorische Leistung (früher hätte man "redaktionell" gesagt), also die Zusammenstellung von im Netz bereits vorhandener Inhalte. Youtube geht den Weg übrigens gerade in die umgekehrte Richtung, indem es kuratierte Youtube-Inhalte zurück ins lineare Fernsehen bringt, um so stärker an den Werbeeinnahmen partizipieren zu können. "Musikfernsehen" im Internetzeitalter kommt ohne eigene, aufwendig produzierte Formate à la MTV aus - Hobnox hatte sich seinerzeit hieran verhoben, bei Tape.tv habe ich diese Gefahr auch gesehen. Christian Tjaben hat in der Diskussion aber zu Recht darauf hingewiesen hat, dass Tape.tv durch eine Kooperation mit ZDF Kultur bei der Produktion aufwendiger Formate hohe Synergien erzielt und deshalb weniger gefährdet ist.
Zurück zur Fanzine-Kultur der 80er Jahre?
Etwas unangenehm wurde die Diskussion an dem Punkt, als Jason Forrest auf das Geschäfts- bzw. Erlösmodell von Network Awesome angesprochen wurde. Die Werbeeinnahmen, die das Netzwerk über seine Website generiert, reichen demnach derzeit höchstens für eine handvoll bezahlter Mitarbeiter aus. Der überwiegende Teil der Arbeit, vor allem der redaktionelle Teil, wird aber von Musik- und Film-Enthusiasten für Lau und eine namentliche Nennung erledigt. Hier drängt sich mir der Vergleich zum Nicht-Geschäftsmodell der 80er Jahre Fanzine-Kultur auf. Perspektivisch bietet sich wohl aber auch für Network Awesome ein Freemium-Ansatz an, also ein kostenfreies Basisangebot mit optionalen Bezahlkomponenten, wie zum Beispiel einer kostenpflichtigen mobilen App. Letztere ist laut Forrest zumindest schon in Arbeit. Tape.tv will nächstes Jahr ebenfalls Premiumdienste wie HD und personalisierte Programme anbieten. Man wird sehen, ob das von den Nutzern angenommen und vor allem mittelfristig auch bezahlt wird. Reine Bezahlangebote dürften es jedenfalls in absehbarer Zeit sehr schwer haben mit Angeboten wie Network Awesome oder auch Tape.tv konkurrieren zu können. Besonders in den Augen von Jugendlichen passen derlei verrückte Ideen schlicht und ergreifend nicht mehr zu der kulturell erlernten Medienpraxis.
07.09.2012
Neulich auf der Couch...
Entertaining und trotzdem informativ? Angeblich ist das mit Dena im Artist-Talk der a2n_werkstatt gelungen.

29.08.2012
Cash, Diamond Rings, Swimming Pools & Kommunikation
Mit ihrem aktuellen Video "Cash, Diamond Rings, Swimming Pools" hat die Berliner Musikkünstlerin Dena in 7 Wochen knapp 300.000 Plays auf Youtube eingefahren und der Britische Guardian hat sie zur Band of the Day gekürt. Dena ist dadurch öffentlich geworden und inzwischen bei Flux.fm in der Gold Rotation gelandet. Im Rahmen der #a2n_werkstatt, die anlässlich der Berlin Music Week 2012 am 6. und 7. September in der noisy Musicworld stattfindet, spreche ich mit Dena im "Artist-Talk" über ihre Arbeit.

Hierbei soll es allerdings weniger um die Präsentation von Dena als Role-Model für den schnellen Erfolg im neuen, webgetriebenen Musik-Business gehen. Ich will mit Dena vielmehr über Authentizität, die Rolle von (analogen) sozialen Netzwerken und auch Kommunikations-Strategien sprechen.
Das Workshop-Programm der #a2n_werkstatt widmet sich neuen Überlebensstrategien für Musikschaffende und Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten. Fragestellungen sind beispielsweise: Wie veröffentliche ich ein Album? Worauf muss ich bei Lizenzen achten? Wie mache ich am besten Werbung? Was braucht ein gutes Musikvideo? Wie komme ich an Merchandise? Wie wird meine erste Tour ein Erfolg?
Das gesamte Programm der #a2n_werkstatt 2012 gibt es hier...
21.08.2012
Neulich bei Mozilla in San Francisco...

11.07.2012
Zurück zu den Leuten – Ein Ausblick auf die Berlin Music Week 2012
Der letztjährige Totentanz am Tempelhofer Flughafen hat nicht nur der erfolglosen Popkomm ein Ende bereitet, sondern auch den Berliner Senat zu mutigen Schritten bewogen: Die Berlin Music Week zieht ins Herz der Stadt um, zurück zum Wirkungsort der eigentlichen Protagonisten der Musikproduktion, den Künstlerinnen und Künstlern. Die Organisation liegt in diesem Jahr, auch dies ein Novum, federführend bei der Kulturprojekte GmbH, der berlineigenen Veranstaltungsagentur. Das Funding kommt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin Partner und visitBerlin. Für den "inhaltlichen" Teil der Musikwoche mit dem Titel „Word & Sound" hat Berlin Music Week-Chef Björn Döring die erfahrene Produzentin Helen Schneider engagiert, die bereits diverse internationale Kulturevents kuratiert hat.

Foto: BMW12 Kick-Off Pressekonferenz mit Staatssekretär Christoph von Knobelsdorff
Für Pros & Nerds
"Word & Sound" besteht aus mehreren Subkonferenzen, wie der „Digi-Digi Con“. Die gemeinsam mit Medienboard Berlin-Brandenburg, Network Awesome, Seedlab, Aupeo! und tape.TV organisierte Veranstaltung richtet sich an ein professionelles Publikum aus der Musik- und Tech-Szene. Auf Expertenlevel soll über die digitale Musikwelt von heute und morgen „generded“ werden. Bei dem gewaltigen Potential an Berliner Musik-Tech- und Online-Startups sicherlich eine kurzweilige und höchst unterhaltsame Angelegenheit. Programm-Details und -Updates gibt es hier.
Musikalische Inspiration und Vernetzung
Ein programmatisches Herzstück der diesjährigen Berlin Music Week stellt sicherlich die #a2n_werkstatt dar. Das bereits im letzten Jahr im kleineren Maßstab durchgeführte Format verkörpert, wie kein anderer Programmteil, den neuen, partizipativen Stil der diesjährigen Music Week, die sich endlich von den zurückliegenden Industrieschauen à la Popkomm verabschiedet hat. Der Schritt „zurück zu den Leuten, die Musik machen“ wird bereits symbolisch und geographisch durch die Bespielung des größten Berliner Musik-, Medien- und Party-Clusters entlang der Spree vollzogen. Die a2n_werkstatt vollzieht den Schritt inhaltlich, indem sie Musikschaffende und deren professionelle und private Umfelder, die auch alle in irgendeiner Weise in die letztendliche Musikproduktion verwickelt sind, in die Berlin Music Week integriert. "Wer sich in irgendeiner Weise fürs Musikmachen interessiert und dazu beitragen möchte, dass Musik unser Leben weiterhin vielfältig bereichert, sollte bei der #a2n_werkstatt vorbeikommen, mitmachen, sich inspirieren lassen und Leute für weitere Aktionen kennenlernen", fasst die Vorsitzende des all2gethernow e.V., Andrea Goetzke, den Ansatz des Musik Think-Tanks treffend zusammen.
Der Veranstaltungsort der Werkstatt ist vor diesem Hintergrund perfekt gewählt: die noisy Musicworld in Berlin Friedrichshain bietet mit 20 Proberäumen, Bühnen, Klassenräumen und dem Equipment die besten Voraussetzungen für musikalische Experimente und konstruktive Lernatmosphäre. „Ein Spielplatz für eine musikschaffende und interessierte Community,“ so Andrea Goetzke.
Public Coaching und Überlebensstrategien für Musikschaffende
An zwei Tagen (6. und 7. September) bietet die Werkstatt im Rahmen eines Public Coachings in Kooperation mit Fritz Unsigned jungen Bands und Künstlern die Möglichkeit, ihre Songs oder Tracks von Musikjournalisten, Bookern, Labelmachern und anderen Branchenexperten genau unter die Lupe nehmen zu lassen. Bewerben kann man sich mit einem eigenen Song oder Track hier.

Foto: Band Coaching vor Publikum während der #a2n_werkstatt 2011
Im Workshop-Programm geht es um Überlebensstrategien für Musikschaffende und Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten. Fragestellungen sind beispielsweise: Wie veröffentliche ich ein Album? Worauf muss ich bei Lizenzen achten? Wie mache ich am besten Werbung? Was braucht ein gutes Musikvideo? Wie komme ich an Merchandise? Wie wird meine erste Tour ein Erfolg? Und in diesem Jahr gibt es viele Möglichkeiten zum Musikmachen vor Ort. Die Remix Labs in den noisy Proberäumen laden dazu ein, einmal in neuen Konstellationen mit anderen Artists an einem Track zu arbeiten – ergänzt durch Workshops zu verschiedenen Instrumenten und Musik-Technologien.
Ausblick mit erhobenem Zeigefinger
Natürlich muss die Berlin Music Week noch beweisen, dass der jetzt vollzogene „Schritt zurück zu den Leuten“ auch tatsächlich funktioniert. Funktionieren bedeutet aus meiner Sicht allerdings nicht unbedingt „Weltherrschaft“, oder dass die Music Week in den nächsten fünf Jahren der SXSW den Rang ablaufen muss. Berlin verfügt über einen außergewöhnlichen Kreativ-Cluster, auch wenn GEMA und Gentrifizierung an der Substanz nagen, sowie über Organisationen, die das Projekt Berlin Music Week aus Überzeugung und Lust an der Musik pushen und inhaltlich weiterentwickeln wollen. Die Veranstalter sind gut beraten, die eingeschlagene Richtung beizubehalten und Formate, die aus der kreativen Basis heraus entstanden sind, wie beispielsweise die a2n_Werkstatt, zu hegen und zu pflegen – denn nur so kann sie einzigartig werden.
10.06.2012
Neulich gegen ACTA...

Hintergrund und mehr Fotos von der "Stopp ACTA–Demonstration" in Berlin auf Netzpolitik.org.
14.05.2012
Neulich in the House of Brain...
...der "große Konfi" im Berliner dpa-Büro, der seinen Namen wirklich verdient:

09.05.2012
Treffen sich ein Urheber und ein Verwerter auf gleicher Augenhöhe...
Dass die sehr dogmatisch geführte Urheberrechtsdebatte inzwischen eher nervt und durch plumpe Rhetorik und fragwürdige Urteile, wie im Fall von GEMA vs. YouTube, immer weiter angeheizt wird, ist unstrittig. Unstrittig ist allerdings auch, dass pragmatische Lösungsvorschläge jenseits der festgefahrenen Argumentationslinien in der Auseinandersetzung dünn gesät sind. Zumindest für die Urheber und Verwerter von Musikproduktionen ist jetzt ein konstruktiver Beitrag in die Diskussion eingeführt worden, der sich um eine vereinfachte Lizenzierung für Musik in Filmen, Werbeclips oder Games bemüht. Davon werden immer mehr produziert und auch hier sind sich alle, inklusive GEMA, einig: Ohne Musik keine Gänsehaut!
Hintergrund ist, dass klassische Lizenzierungsverfahren über Labels oder Verlage sowie die komplexen Forderungen und Regelungen der Verwertungsgesellschaften die Lizenzierung von Musik für Verwerter unnötig komplizieren und verteuern und Musikschaffende auf der anderen Seite ihre Werke nicht verkaufen können. Beide Seiten brauchen deshalb eine funktionierende und faire Lösung.
Die Züricher Musikplattform Restorm hat mit dem Launch der Musik-Lizenzierungsplattform Rightclearing einen ziemlich pragmatischen und zugleich sehr charmanten Lösungsansatz für dieses Problem vorgelegt. Auf rightclearing.com können Musikschaffende ihre Werke Verwertern, also z.B. Werbeagenturen oder Filmproduktionsfirmen, direkt zum Lizenzieren anbieten.

Extrem charmant daran ist, Urheber und Verwerter auf gleicher Augenhöhe an einen Tisch zu bringen. Unheimlich pragmatisch, dass der Deal ohne zeitraubende, kostenintensive Zwischenspieler wie Agenturen und Anwälte stattfindet und Rightclearing lediglich als Abwicklungsplattform bzw. fairer Mittler agiert. Das Ziel sind "faire Konditionen für beide Seiten". Rightclearing schlägt lediglich eine moderate Vermittlungsgebühr auf die Lizenzgebühr des Lizenznehmers auf.
(Bild: Projektspezifisch und budgetabhängig den Preis für eine Musik-Lizenz kalkulieren)
Den passenden Song mit Fraunhofer Matching-Technologie finden
Bei der Songsuche im Indie-Pool muss auf bekannte Melodien nicht unbedingt verzichtet werden. Rightclearing arbeitet mit Mufin, einer vom Fraunhofer Institut entwickelten Technologie, dessen Matching-Algorithmus es ermöglicht, bekannte Songs via Upload analysieren zu lassen und musikalisch ähnliches Material auf der Plattform zu finden. Wer unter sein Erklär-Video also beispielsweise einen Song von den Beastie Boys legen will, für diesen aber niemals die Lizenzen bezahlen könnte, hat damit die Möglichkeit, eine ähnlich klingende Indie-Produktion zu günstigen Konditionen zu finden.
GEMA und Creative Commons unter einem Dach
Wegweisend am Ansatz von Rightclearing sind zwei Aspekte: das Repertoire, zum Start circa 13.000 Titel, umfasst sowohl Creative Commons-, also auch Copyright-lizenzierte Werke. Analog dazu bietet die Plattform Urhebern und Verwerten abgestufte, an Creative Commons angelehnte, Lizenzierungsoptionen.

(Bild: Lizenzierungsoptionen für Urheber)
Wichtige Player der Branche wie die US-amerikanische Lizenzierungsplattform Rumblefish und die größte Creative Commons Online Community Jamendo konnten kürzlich als Kooperationspartner gewonnen werden. Damit wird der Musikkatalog schon in den nächsten Monaten auf mehr als 100.000 Songs anwachsen. Auf dieser Grundlage könnte Rightclearing sich durchaus als relevante Größe im internationalen Musiklizenzierungs-Business etablieren und, was noch viel wichtiger wäre, als Blaupause für einen pragmatischen Umgang mit Urheberrechtsthemen fungieren.
04.05.2012
re:publica 12 - Persönliche Highlights
Eben Moglen hat mit seiner Keynote "Why freedom of thoughts requires free media and why free media require free technology" gleich zu Beginn der #rp12 ein Highlight abgeliefert. Die scharfsinnige Bestandsaufnahme des Columbia University Professors und Vordenkers der Free-Software-Bewegung war auch mit harten Seitenhieben gegen Steve Jobs („Artistry is no guarantee of morality. We need free software. Mr. Jobs’ design is made to control you“) und Mark Zuckerberg gespickt. Sein Mantra: freie Soft- und Hardware sind die Voraussetzung für freie Medien.

Eine Zusammenfassung von Moglens Keynote findet sich unter anderem auf Futurezone.at
Rückblick auf den gesamten ersten Tag der #rp12 von Markus Beckedahl im Video-Interview
Weitere persönliche Highlights der #rp12 in Bildern und Zitaten:
Das Internet ist nicht mein Feind? Wie Musik, Künstler, Labels und das Netz Freundschaft schliessen. In der Session antwortet @das_kfmw, Betreiber des Musik-Blogs Kraftfuttermischwerk auf die Frage, wie er mit seiner Wort- und Musikkunst überleben könne: "um Geld zu verdienen geh ich halt arbeiten."
Eine Aufzeichnung des Panels gibt es hier

Johnny Haeussler, re:publica-Mitveranstalter und Betreiber von Spreeblick.de, fragt Ministry of Sound-Chef Konrad von Löhneysen: "Wie groß ist der Anteil der Abmahnungsklagen an eurem Gesamtumsatz?". Die ehrliche Antwort, "leider nicht groß genug", bringt dem Label-Chef zumindest einen Publikums-Lacher ein.

"Copyriots! Der Kampf der Kulturen" mit Conrad Fritzsch, Roxanne de Bastion, Konrad von Löhneysen, Hans Hafner und Michael Seemann.
"Orginalität ist skaliert" - In seiner Session "Mashup - Lob der Kopie", definiert Dirk von Gehlen aka @dvg die "lobenswerte Kopie" wie folgt: Benennung der Quellen, neuer Zusammenhang, eigenschöpferisches Element. Sein gleichnamiges Buch zum Thema Kultur des Kopierens ist gerade bei der Edition Suhrkamp erschienen (allerdings mit allen Rechten vorbehalten!).

Persönliches Fazit:
Die re:publica ist erwachsen geworden. Sie muss aufpassen, dass sie nicht zu etabliert wird. Mit der Keynote von Eben Moglen hat die Veranstaltung aber auch Kante gezeigt und bewiesen, dass sie durchaus noch ein Forum ist, auf dem Meinungen jenseits des Mainstreams eine große Bühne bekommen können.
Auch nachzulesen in dem Beitrag von Peter Zschunke für die dpa

Die re:fill bar in ihrer ganzen Pracht anlässlich der re:publica Abschiedsparty ...und last but not least: die #rp12 singt gemeinsam "Bohemian Rhapsody"!
01.05.2012
#rp12 RE:PARTY
Bier aus Tassen? Ich bleib bei Sekt: @republica meets #tassebier - #rp12-Abschlussparty am Freitag mit dem #a2n_soundsystem...
Zu re:publica Party-Programm & Line-Up
12.03.2012
Spotify startet nun auch in Deutschland
Meine Einschätzung bei Zeit-Online über die Rolle der Apps von Drittanbietern im Rahmen der Markteinführung des Musik-Streamingdienstes Spotify in Deutschland:

"Wenn es Spotify gelingt, mit den Apps von Partnern ständig neue Nutzungsszenarien zu schaffen, könnte dies den digitalen Musikvertrieb auf ähnliche Weise umwälzen, wie das Apple mit iTunes erreicht hat."
Zum vollständigen Beitrag auf Zeit.de
12.01.2012
Immer mehr Online-Musikanbieter wetteifern um die Gunst deutscher Nutzer
Mein Kommentar gegenüber dpa zum Start von rdio.com:
Immer mehr Online-Musikanbieter wetteifern um die Gunst deutscher Nutzer. Jetzt bietet auch Skype-Mitbegründer Janus Friis seinen Musikabo-Dienst rdio hierzulande an.
"In Deutschland sind bereits mehrere Online-Musikanbieter aktiv, etwa das Kölner Unternehmen simfy oder Deezer. „Die Angebote ähneln sich sehr stark“, sagte der Online-Musikexperte Eric Eitel. Ein Vorteil von rdio könne laut Eitel jedoch der prominente Gründer Friis sein. Der Däne war mit Skype als einer der Wegbereiter der Online-Telefonie.
Eitel rechnet mit weiteren Anbietern auf dem deutschen Markt - etwa dem schwedischen Anbieter Spotify, der als ein Schwergewicht in dem neuen Geschäft gilt. „Wenn Spotify hier aufschlägt, könnte das den Markt durcheinanderwirbeln“, glaubt Eitel. Spotify kooperiert mit Facebook oder dem Musik-Magazin Rolling Stone."
Zum vollständigen Artikel auf Handelsblatt.com
01.01.2012
Believe the Hype – Ein Streifzug durch die deutschsprachige Musik-Start-up-Landschaft
Webbasierte Musikanwendungen erleben derzeit ihr Allzeit-Popularitätshoch. Kaum eine Woche vergeht, in der es nicht einer der Global Player á la Spotify, turntable.fm, Google Music oder Pandora in die Schlagzeilen der deutschen Medien schafft.
Fakten, Namen und Hintergründe zu den Geschäftsmodellen von Soundcloud, Simfy, Aupeo, wahwah.fm, fellody und musicplayr.
Zu meinem Beitrag auf deutsche-startups.de
01.01.2012
Coworking Boom im Lande – Die Professionalisierung einer Bewegung
Noch vor kurzem wurde Coworking und die daraus hervorgegangenen Coworking-Spaces als die „Arbeitsheimat“ der „digitalen Boheme“ belächelt. Aus benachbarten Schreibtischen wird ein Kompetenz-Cluster.
Kommunikation ist eine sehr persönliche Sache.
Seit mehr als einem Jahrzehnt konzipiere, realisiere und moderiere ich Kommunikationsstrategien und Kampagnen für Tech-, Web- und Kultur-Projekte. Ich habe eine persönliche Schwäche für Online-Startups, insbesondere, wenn sie sich mit der Zukunft des Musik-Business oder Musikkultur befassen. Ferner twittere ich obsessiv als @alias_eitel und schreibe als freier Autor für Internet- und Musikfachpublikationen. In meiner Freizeit engagiere ich mich als Vorstand für den nichtkommerziellen Musik-Think-Tank all2gethernow und lege Schallplatten in Bars auf.

Communications is a people business.
For the past decade, I have been conceptualizing, realizing and moderating communication strategies and campaigns for tech, web and cultural projects. I have a soft spot for breathtaking online startups, especially music-business and -culture related ones. I twitter as @alias_eitel and write for web and music trade publications. My hobbies include managing all2gethernow, a non-profit music think tank, and spinning vinyl records in bars.
Name-Dropping
Consulting: Aupeo!, Babbel, Mozilla, Native Instruments, Raumfeld, Segway, Radcarpet, Rightclearing, Tracksandfields, Webtrekk, Zanox
Editorial: deutsche-startups.de, Musikmarkt, Netzwertig
Eric Eitel
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