Eric Eitel

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14.05.2012

Neulich in the House of Brain...

...der "große Konfi" im Berliner dpa-Büro, der seinen Namen wirklich verdient:

09.05.2012

Treffen sich ein Urheber und ein Verwerter auf gleicher Augenhöhe...

Dass die sehr dogmatisch geführte Urheberrechtsdebatte inzwischen eher nervt und durch plumpe Rhetorik und fragwürdige Urteile, wie im Fall von GEMA vs. YouTube, immer weiter angeheizt wird, ist unstrittig. Unstrittig ist allerdings auch, dass pragmatische Lösungsvorschläge jenseits der festgefahrenen Argumentationslinien in der Auseinandersetzung dünn gesät sind. Zumindest für die Urheber und Verwerter von Musikproduktionen ist jetzt ein konstruktiver Beitrag in die Diskussion eingeführt worden, der sich um eine vereinfachte Lizenzierung für Musik in Filmen, Werbeclips oder Games bemüht. Davon werden immer mehr produziert und auch hier sind sich alle, inklusive GEMA, einig: Ohne Musik keine Gänsehaut!

Hintergrund ist, dass klassische Lizenzierungsverfahren über Labels oder Verlage sowie die komplexen Forderungen und Regelungen der Verwertungsgesellschaften die Lizenzierung von Musik für Verwerter unnötig komplizieren und verteuern und Musikschaffende auf der anderen Seite ihre Werke nicht verkaufen können. Beide Seiten brauchen deshalb eine funktionierende und faire Lösung. 

Die Züricher Musikplattform Restorm hat mit dem Launch der Musik-Lizenzierungsplattform Rightclearing einen ziemlich pragmatischen und zugleich sehr charmanten Lösungsansatz für dieses Problem vorgelegt. Auf rightclearing.com können Musikschaffende ihre Werke Verwertern, also z.B. Werbeagenturen oder Filmproduktionsfirmen, direkt zum Lizenzieren anbieten.

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Extrem charmant daran ist, Urheber und Verwerter auf gleicher Augenhöhe an einen Tisch zu bringen. Unheimlich pragmatisch, dass der Deal ohne zeitraubende, kostenintensive Zwischenspieler wie Agenturen und Anwälte stattfindet und Rightclearing lediglich als Abwicklungsplattform bzw. fairer Mittler agiert. Das Ziel sind "faire Konditionen für beide Seiten". Rightclearing schlägt lediglich eine moderate Vermittlungsgebühr auf die Lizenzgebühr des Lizenznehmers auf. 

 

(Bild: Projektspezifisch und budgetabhängig den Preis für eine Musik-Lizenz kalkulieren)

Den passenden Song mit Fraunhofer Matching-Technologie finden

Bei der Songsuche im Indie-Pool muss auf bekannte Melodien nicht unbedingt verzichtet werden. Rightclearing arbeitet mit Mufin, einer vom Fraunhofer Institut entwickelten Technologie, dessen Matching-Algorithmus es ermöglicht, bekannte Songs via Upload analysieren zu lassen und musikalisch ähnliches Material auf der Plattform zu finden. Wer unter sein Erklär-Video also beispielsweise einen Song von den Beastie Boys legen will, für diesen aber niemals die Lizenzen bezahlen könnte, hat damit die Möglichkeit, eine ähnlich klingende Indie-Produktion zu günstigen Konditionen zu finden.

GEMA und Creative Commons unter einem Dach

Wegweisend am Ansatz von Rightclearing sind zwei Aspekte: das Repertoire, zum Start circa 13.000 Titel, umfasst sowohl Creative Commons-, also auch Copyright-lizenzierte Werke. Analog dazu bietet die Plattform Urhebern und Verwerten abgestufte, an Creative Commons angelehnte, Lizenzierungsoptionen.                  

RC_Urheber

(Bild: Lizenzierungsoptionen für Urheber)

Wichtige Player der Branche wie die US-amerikanische Lizenzierungsplattform Rumblefish und die größte Creative Commons Online Community Jamendo konnten kürzlich als Kooperationspartner gewonnen werden. Damit wird der Musikkatalog schon in den nächsten Monaten auf mehr als 100.000 Songs anwachsen. Auf dieser Grundlage könnte Rightclearing sich durchaus als relevante Größe im internationalen Musiklizenzierungs-Business etablieren und, was noch viel wichtiger wäre, als Blaupause für einen pragmatischen Umgang mit Urheberrechtsthemen fungieren.

04.05.2012

re:publica 12 - Persönliche Highlights

Eben Moglen hat mit seiner Keynote "Why freedom of thoughts requires free media and why free media require free technology" gleich zu Beginn der #rp12 ein Highlight abgeliefert. Die scharfsinnige Bestandsaufnahme des Columbia University Professors und Vordenkers der Free-Software-Bewegung war auch mit harten Seitenhieben gegen Steve Jobs („Artistry is no guarantee of morality. We need free software. Mr. Jobs’ design is made to control you“) und Mark Zuckerberg gespickt. Sein Mantra: freie Soft- und Hardware sind die Voraussetzung für freie Medien.

Moglen

Eine Zusammenfassung von Moglens Keynote findet sich unter anderem auf Futurezone.at

Rückblick auf den gesamten ersten Tag der #rp12 von Markus Beckedahl im Video-Interview

Weitere persönliche Highlights der #rp12 in Bildern und Zitaten: 

Das Internet ist nicht mein Feind? Wie Musik, Künstler, Labels und das Netz Freundschaft schliessen. In der Session antwortet @das_kfmw, Betreiber des Musik-Blogs Kraftfuttermischwerk auf die Frage, wie er mit seiner Wort- und Musikkunst überleben könne: "um Geld zu verdienen geh ich halt arbeiten."

Eine Aufzeichnung des Panels gibt es hier

MusikundNetz

Johnny Haeussler, re:publica-Mitveranstalter und Betreiber von Spreeblick.de, fragt Ministry of Sound-Chef Konrad von Löhneysen: "Wie groß ist der Anteil der Abmahnungsklagen an eurem Gesamtumsatz?". Die ehrliche Antwort, "leider nicht groß genug", bringt dem Label-Chef zumindest einen Publikums-Lacher ein.

"Copyriots! Der Kampf der Kulturen" mit Conrad Fritzsch, Roxanne de Bastion, Konrad von Löhneysen, Hans Hafner und Michael Seemann.

"Orginalität ist skaliert" - In seiner Session "Mashup - Lob der Kopie", definiert Dirk von Gehlen aka @dvg die "lobenswerte Kopie" wie folgt: Benennung der Quellen, neuer Zusammenhang, eigenschöpferisches Element. Sein gleichnamiges Buch zum Thema Kultur des Kopierens ist gerade bei der Edition Suhrkamp erschienen (allerdings mit allen Rechten vorbehalten!).

dvg

Persönliches Fazit:

Die re:publica ist erwachsen geworden. Sie muss aufpassen, dass sie nicht zu etabliert wird. Mit der Keynote von Eben Moglen hat die Veranstaltung aber auch Kante gezeigt und bewiesen, dass sie durchaus noch ein Forum ist, auf dem Meinungen jenseits des Mainstreams eine große Bühne bekommen können.

Auch nachzulesen in dem Beitrag von Peter Zschunke für die dpa

Party

Die re:fill bar in ihrer ganzen Pracht anlässlich der re:publica Abschiedsparty ...und last but not least: die #rp12 singt gemeinsam "Bohemian Rhapsody"!

01.05.2012

#rp12 RE:PARTY

Bier aus Tassen? Ich bleib bei Sekt: @republica meets #tassebier - #rp12-Abschlussparty am Freitag mit dem #a2n_soundsystem...

Zu re:publica Party-Programm & Line-Up

12.03.2012

Spotify startet nun auch in Deutschland

Meine Einschätzung bei Zeit-Online über die Rolle der Apps von Drittanbietern im Rahmen der Markteinführung des Musik-Streamingdienstes Spotify in Deutschland: 

Spotify Logo

"Wenn es Spotify gelingt, mit den Apps von Partnern ständig neue Nutzungsszenarien zu schaffen, könnte dies den digitalen Musikvertrieb auf ähnliche Weise umwälzen, wie das Apple mit iTunes erreicht hat."

Zum vollständigen Beitrag auf Zeit.de

12.01.2012

Immer mehr Online-Musikanbieter wetteifern um die Gunst deutscher Nutzer

Mein Kommentar gegenüber dpa zum Start von rdio.com: 

Immer mehr Online-Musikanbieter wetteifern um die Gunst deutscher Nutzer. Jetzt bietet auch Skype-Mitbegründer Janus Friis seinen Musikabo-Dienst rdio hierzulande an.

"In Deutschland sind bereits mehrere Online-Musikanbieter aktiv, etwa das Kölner Unternehmen simfy oder Deezer. „Die Angebote ähneln sich sehr stark“, sagte der Online-Musikexperte Eric Eitel. Ein Vorteil von rdio könne laut Eitel jedoch der prominente Gründer Friis sein. Der Däne war mit Skype als einer der Wegbereiter der Online-Telefonie.

Eitel rechnet mit weiteren Anbietern auf dem deutschen Markt - etwa dem schwedischen Anbieter Spotify, der als ein Schwergewicht in dem neuen Geschäft gilt. „Wenn Spotify hier aufschlägt, könnte das den Markt durcheinanderwirbeln“, glaubt Eitel. Spotify kooperiert mit Facebook oder dem Musik-Magazin Rolling Stone."

Zum vollständigen Artikel auf Handelsblatt.com

01.01.2012

Believe the Hype – Ein Streifzug durch die deutschsprachige Musik-Start-up-Landschaft

Webbasierte Musikanwendungen erleben derzeit ihr Allzeit-Popularitätshoch. Kaum eine Woche vergeht, in der es nicht einer der Global Player á la Spotify, turntable.fm, Google Music oder Pandora in die Schlagzeilen der deutschen Medien schafft. 

Fakten, Namen und Hintergründe zu den Geschäftsmodellen von Soundcloud, Simfy, Aupeo, wahwah.fm, fellody und musicplayr.

Zu meinem Beitrag auf deutsche-startups.de

01.01.2012

Coworking Boom im Lande – Die Professionalisierung einer Bewegung

Noch vor kurzem wurde Coworking und die daraus hervorgegangenen Coworking-Spaces als die „Arbeitsheimat“ der „digitalen Boheme“ belächelt. Aus benachbarten Schreibtischen wird ein Kompetenz-Cluster.

Zu meinem Beitrag auf deutsche-startups.de

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Kommunikation ist eine sehr persönliche Sache.

Seit mehr als einem Jahrzehnt konzipiert, realisiert und moderiert Eric Eitel Kommunikationsstrategien und Kampagnen für Tech-, Web- und Kultur-Projekte. Er hat eine Schwäche für atemberaubende Online-Startups, insbesondere, wenn sie sich mit der Zukunft des Musik-Business oder Musikkultur befassen. Eric twittert mit Leidenschaft als @alias_eitel und schreibt als freier Autor für Internet- und Musikfachpublikationen. In seiner Freizeit engagiert er sich als Kurator für den nichtkommerziellen Musik-Think-Tank all2gethernow und legt Schallplatten in Bars auf.

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Communications is a people business. 

In the last decade, Eric Eitel has conceptualized, realized and moderated communication strategies and campaigns for tech, web and cultural projects. He has a soft spot for breathtaking online startups, especially music-related ones. Eric twitters as @alias_eitel and writes for web and music trade publications. His hobbies include curating for all2gethernow, a non-profit music think tank, and spinning vinyl records.

 

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